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Neubaustrecke Hannover-Hamburg: Bundestag beschließt Planung

Wer aus Lüneburg, Uelzen oder Celle kommt, weiß, wie wichtig eine verlässliche Bahnverbindung ist. Für viele Menschen in unserer Region ist diese Strecke Alltag:  auf dem Weg zur Arbeit, zur Ausbildung oder zum Arzt. Gleichzeitig ist die Strecke hoffnungslos überlastet. Wir brauchen mehr Kapazitäten und Verbesserungen, die nicht erst in vielen Jahren Wirkung zeigen.

Nach langen Beratungen und mehrfachen Verschiebungen ist nun ein wichtiger Schritt geschafft: Am 8. Oktober hat der Deutsche Bundestag der Beschlussempfehlung zur Neubaustrecke Hannover–Hamburg zugestimmt. Damit kann die weitere Planung vorangehen.

Mehr Kapazität und bessere Verbindungen

Seit Jahren setze ich mich für die Neubaustrecke ein. Wir müssen mehr Menschen und Güter zuverlässig auf der Schiene transportieren können. Das ist wichtig für alle Menschen, die jeden Tag auf die Bahn angewiesen sind, ebenso wie für unsere Wirtschaft und eine klimafreundliche Mobilität.

Gleichzeitig dürfen wir die bestehende Strecke nicht vernachlässigen. Wer heute mit der Bahn unterwegs ist, braucht Verbesserungen, die möglichst bald greifen. Dazu gehören zusätzliche Weichen und Überholstellen. Für solche Maßnahmen sind bis 2034 Investitionen von rund 250 Millionen Euro vorgesehen.

Was bringt die Neubaustrecke für Lüneburg?

Die Neubaustrecke soll den Güterverkehr auf der bestehenden Strecke etwa halbieren und auch den Fernverkehr reduzieren, der heute durch Lüneburg fährt. Dadurch entstehen zusätzliche Kapazitäten für die Züge, die viele Menschen täglich nutzen. Das schafft bessere Voraussetzungen für pünktlichere Metronom-Züge und einen Halbstundentakt nach Hamburg.

Auch am Lüneburger Bahnhof sind Verbesserungen geplant. Im Zuge der Generalsanierung 2029 soll die Einfahrt im nördlichen Bahnhofsbereich zweigleisig ausgebaut werden. Dadurch können sich Züge dort weniger gegenseitig behindern. Weitere Maßnahmen wie zusätzliche Gleise, moderne Signaltechnik und neuer Lärmschutz sollen die Situation Schritt für Schritt verbessern.

Zudem sieht der Bundestagsbeschluss vor, die bestehenden Fernverkehrsanbindungen zu erhalten. Lüneburg soll also nicht vom Fernverkehr abgeschnitten werden. Wie das Angebot konkret aussehen wird, lässt sich heute allerdings noch nicht garantieren.

Fertigstellung 2050? Das dauert zu lange.

So wichtig die Neubaustrecke ist: Nach aktuellem Zeitplan soll sie erst 2050 in Betrieb gehen. Die Planungsunterlagen sollen bis 2034 fertig sein, der Bau soll 2036 beginnen.

Natürlich muss ein Projekt dieser Größenordnung sorgfältig geplant werden. Doch die Diskussion um die Verbindung Hannover–Hamburg dauert bereits seit Jahrzehnten. Jetzt müssen die Planungen schneller vorankommen.

Denn die Menschen, die heute auf die Bahn angewiesen sind, können nicht bis 2050 warten. Sie brauchen schon jetzt zuverlässige Verbindungen und weniger Verspätungen. Deshalb müssen wir parallel zur Neubaustrecke die bestehende Infrastruktur verbessern.

Jetzt müssen Taten folgen

Der Beschluss ist ein wichtiger Schritt, aber die Neubaustrecke ist noch lange nicht gebaut. Jetzt müssen die Planungen vorankommen und die Verbesserungen im bestehenden Netz verlässlich umgesetzt werden.

Unsere Region braucht eine Bahn, auf die sie sich verlassen kann – nicht erst 2050, sondern schon heute. Dafür werde ich mich weiter einsetzen.