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Elektromobilität in Niedersachsen: Besuch in der Gigafactory

Gruppenbild Dunja Kreiser & Jakob Blankenburg Besuch bei PowerCo in Salzgitter Public-Affairs PowerCo SE

Tobias Bey, SPD UBZ-Vorsitzender; Marcus Bosse, MdL; Stefan Klein, MdL; Dunja Kreiser, MdB; Jakob Blankenburg, MdB; Sebastian Krapoth, CHRO PowerCo S

In den Medien wird viel darüber diskutiert, ob Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb Schritt halten können, ob wir unsere Industrie erfolgreich klimaneutral umbauen und ob dabei Arbeitsplätze erhalten bleiben. Genau diese Fragen entscheiden sich ganz konkret auch hier in Niedersachsen. Deshalb war der Besuch bei der PowerCo-Gigafactory in Salzgitter für mich so wichtig. Gemeinsam mit meiner Bundestagskollegin Dunja Kreiser und den Landtagsabgeordneten Marcus Bosse und Stefan Klein sowie Tobias Bey, dem SPD-Unterbezirksvorsitzenden und Oberbürgermeisterkandidaten für Salzgitter, habe ich die PowerCo SE besucht.

Niedersachsen ist Autoland und das muss es bleiben

Volkswagen, Continental, Bosch und unzählige Zulieferer dazwischen: Niedersachsen und das Auto gehören seit Jahrzehnten zusammen. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an dieser Industrie. Wer also über die Zukunft unseres Bundeslandes redet, redet zwangsläufig über die Zukunft des Autos. Und die ist elektrisch. Die Autoindustrie hier in Deutschland hat sich längst auf den Weg gemacht. Doch der globale Markt dreht sich weiter, mit uns oder ohne uns. Genau deshalb ist das, was in Salzgitter entsteht, mehr als ein einzelnes Industrieprojekt. Es ist die Antwort auf die Frage, ob Niedersachsen Autoland bleibt.

Hier entsteht das Herzstück des deutschen Elektroautos

In Salzgitter bündelt die PowerCo SE das Batteriegeschäft des Volkswagen-Konzerns. Die sogenannte Einheitszelle, die dort entwickelt und produziert wird, soll künftig in bis zu 80 Prozent aller Konzernmodelle stecken. In der finalen Ausbaustufe soll die Fabrik eine Kapazität von bis zu 40 Gigawattstunden erreichen, vollständig betrieben mit erneuerbarer Energie. Rund 2.000 Beschäftigte am Standort haben durch aktuelle Tarifverträge Jobsicherheit bis 2030.

Dabei geht es nicht nur um eine Fabrik. Über 40 Prozent der Wertschöpfung eines Elektroautos stecken in der Batterie. Diese Leistung hier in Niedersachsen zu erzeugen, stärkt unseren Wirtschaftsstandort enorm und macht uns unabhängiger von globalen Lieferketten. Das zeigt: Transformation und Arbeitsplatzsicherheit müssen kein Widerspruch sein, wenn die richtigen Weichen gestellt werden.

China subventioniert – Europa muss liefern

Im direkten Gespräch mit der Unternehmensführung wurde deutlich: Diese Fabrik und mögliche weitere in Deutschland brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und Förderstrukturen, die nicht alle zwei Jahre neu verhandelt werden. Chinesische Hersteller werden massiv subventioniert, teilweise mit über 500 Millionen Dollar im Jahr. Wenn Europa hier nicht mitzieht, wandern die Investitionen ab. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein klarer Auftrag. Bund und Länder müssen enger zusammenarbeiten, Förderprogramme müssen verlässlich und unbürokratisch sein.

Transformation gelingt, wenn Politik und Industrie zusammenarbeiten

Dass die Serienproduktion der Einheitszelle in Salzgitter jetzt Fahrt aufnimmt, ist ein kraftvolles Signal für den Industriestandort Niedersachsen und für alle, die daran gezweifelt haben, dass der Wandel auch hier zu Hause gemacht werden kann.

Niedersachsen kann Autoland bleiben. Aber nur, wenn wir diese Chance jetzt nutzen.

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