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Ein Blick hinter die Mauern der JVA Uelzen – Herausforderungen und Chancen im Justizvollzug

Gruppenbild Jakob Blankenburg mit Amtsinspektor i. JVD u. Vorsitzender des öPR Ralf Schlütemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Anette Kramme MdB, Jakob Blankenburg MdB, Jan Henner Putzier MdL, Regierungsrätin Antonia Gleitz, stellvertretende Anstaltsleiterin

Jakob Blankenburg mit Amtsinspektor i. JVD u. Vorsitzender des öPR Ralf Schlütemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Anette Kramme MdB, Jakob Blankenburg MdB, Jan Henner Putzier MdL, Regierungsrätin Antonia Gleitz, stellvertretende Anstaltsleiterin

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Anette Kramme MdB, und dem Landtagsabgeordneten Jan Henner Putzier die JVA Uelzen zu besuchen. Für mich als Bundestagsabgeordneten, der den Wahlkreis Celle – Uelzen betreut, war es ein interessanter Termin: Wir konnten Einblicke in den Justizvollzug erlangen – ein Bereich, der uns meistens verschlossen bleibt.

Beim Rundgang sprachen wir mit der stellvertretenden Anstaltsleiterin Antonia Gleitz und dem Personalratsvorsitzenden Ralf Schlütemann über die zentralen Themen: den Alltag der Bediensteten, Resozialisierung, Bildungs- und Berufsangebote sowie soziale Strukturen und Rückfallquoten. Die meisten Inhaftierten hier haben Haftstrafen bis zu fünf Jahren. Sie arbeiten in den Eigenbetrieben oder bei Unternehmern auf dem Anstaltsgelände und können Schulabschlüsse oder Berufsbildung erwerben. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der JVA-eigenen Schlosserei, wo unter anderem Grills, aber z. B. auch Maßanfertigungen aus Metall hergestellt werden.

Gleichzeitig wurde deutlich: Die Herausforderungen sind groß. Hohe Auslastung, teils unvermeidliche Überbelegung, Personalmangel und Sanierungsstau machen den Alltag schwierig. Daher ist es essentiell, dass wir jetzt an den richtigen Stellschrauben drehen. Jan Henner Putzier: „Fachkräfte für Justizpersonal und die Anstaltsbetriebe zu gewinnen, wird immer schwieriger. Das ist eine Aufgabe, die wir ernst nehmen müssen.“

Mich hat besonders das Engagement der Mitarbeitenden beeindruckt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, indem sie Straftäterinnen und Straftäter auf ein Leben nach dem JVA-Aufenthalt vorbereiten – ein Bereich, den die meisten von uns nur wahrnehmen, wenn es Schlagzeilen gibt.

Mein Dank gilt Anette Kramme, Frau Gleitz, Herrn Schlütemann, Herrn Bormann und allen Mitarbeitenden der JVA Uelzen. Ihr Einblick in die tägliche Arbeit zeigt, wie wertvoll und zugleich herausfordernd der Justizvollzug Uelzen ist. Wir nehmen diese Erkenntnisse mit in unsere politische Arbeit – für einen Justizvollzug, der schützt, Verantwortung stärkt und Perspektiven eröffnet.